Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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betrachtete, eine wehmüthige Betrübniß auf ſeine Seele legte..

8Ich möchte faſt glauben, entgegnete Sie,daß Sie, Herr Capitain, eine düſtere Ahnung für Ihre Seele gehabt hätten ein Gerücht ſagt, daß die Seeleute bisweilen von einem kleinen Aberglauben heimgeſucht würden. 1

Und dieſes Gerücht hat ohne Zweifel mehr denn einmal ſeine Antwort in dem Leben des Seemannes gefunden. Ich ſelbſt habe unlängſt eben in jener Nacht, da ich die Höhle des Räubers Lilja beſuchte eine ſolche abergläubiſche Ahnung gehabt, bis jetzt aber noch keine natürliche Erklärung darüber gefunden, denn die Unannehmlichkeiten, welche mich hier getroffen haben, ſo gerne ich auch ohne dieſelbe geweſen wäre, kann ich nicht für wichtiger halten, als daß ſie von den vielen ſchönen Erinnerungen, die ich von Wisby mitnehme, überwogen werden.

Roſa ſchwieg hatte die Rede des Capitains über die Ahnungen ſie angeſteckt? Eine Beklemmung legte ſich auf das junge Herz.

Nun mache ich auch Sie ernſt, beſte Mademoiſelle Roſa! ach, verzeihen Sie; aber ich bin hinlänglich beſtraft, wenn ich dieſe ſonſt ſo lebenertheilenden Augen von einem Schatten verdunkelt ſehe!

O, ſagte Roſa, indem ſie gedankenvoll den Kranz um das Kreuz zu ſchlingen begann,was bedeutet es wohl, ob Augen, die man vielleicht niemals wiederſieht, ſo oder ſo ausſehen?

Das bedeutet gewiß ſehr viel, wenn man nänlich geneigt iſt zum Aberglauben. So zum Beiſpiel könnte man annehmen, daß ein dunkler Blick beim Abſchiede zwiſchen zwei Perſonen eine Trennung auf ewig ein ſonnenheller Blick dagegen das Verſprechen eines Wieder⸗ ſehens bedeute.

Roſa's Wange erhielt neue Blumen; doch ſie wußte ebenſo wenig etwas davon, als ſie wußte, daß der Ca⸗