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„O, kein Geſchwätz weiter! Laß uns lieber die Nacht dazu anwenden, um nach Hauſe zu gehen und unſere Degen zu holen— oder Piſtolen, wenn Dir das beſſer gefällt— ſo können wir um Sonnenaufgang, ge⸗ rade hier an dieſem einſamen Platze unſere Sache ab⸗ machen, wie es Männern von Ehre geziemt!“
Kaum hatte Victor ausgeredet, ſo vernahmen ſie über ſich ein Geräuſch an den Steinen, und eine voll⸗ tönende Baßſtimme, welche gleichſam durch eine Röhre zu kommen ſchien, in der That aber von einer Spalte kam, die gerade in die innere Höhle herableitete, ließ folgende Worte hören:„Entſchuldigen Sie, meine Her⸗ ren, wenn ein ſchlichter und gerader Mann ſich die Freiheit nimmt, Ihnen einen weniger verzweifelten Rath zu ertheilen! Wäre es wohl nicht anſtatt eines Duelles weit vernünftiger, wenn Sie geradesweges die Bräute tauſchten? Inzwiſchen würde derjenige, welcher Ihnen dieſen wohlwollenden Rath ertheilt, gar nichts dagegen haben, wenn Sie aus Dankbarkeit dieſen Platz denen zum Gebrauch überließen, welche ſchon lange mit der größten Geduld auf Ihre Entfernung gewartet haben!“
4 Victor und Karl eilten beide an die Oeffnung der Grotte... kein Menſch war zu ſehen, doch in der jetzt völlig dunklen und regnigten Nacht vernahmen ſie ein ſonderbares Hin⸗ und Hertappen.
1 Die beiden jungen Männer ſahen ſich gegenſei⸗ ig an.
„Dieſer Rath...“ ſtotterte Victor.
„Still!“ befahl Karl mit der ſcharfen Stimme eines neugebackenen Befehlshabers:„hier ſind Nachtſchwärmer, elende Spione... ich will wiſſen, wer ſich ſo etwas herauszunehmen gewagt hat!.
Und Karl Salzwedel, der mannhafte Premier⸗ Lieutenant bei der Flotte Seiner koniglichen Majeſtät kletterte mit vorſichtigen Sturmſchritten den ſchweren Paß an der Mündung der Grotte hinauf, dicht auf den Ferſen begleitet von dem„lebensmüden“ Landlieu⸗ enant.


