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Entfernung von einander, als daß die menſchliche Stimme von dem einen zu dem andern dringen konnte.
Das eine, ein Kutter, hatte einen ungewöhnlich ſcharfen Bug, war aber doch wie alle holländiſchen Koffs mit einer Art von Schwert an den Seiten verſehen. Es hatte nur einen niedrigen Maſt und ein ungeheures Baumſegel, welches nebſt den übrigen Segeln herab⸗ gelaſſen war. Trotz der völligen Windſtille erblickte man einige Klafter vor dem Fahrzeuge ein in das Waſſer geſenktes Treibſegel, welches in Verein mit dem Ganzen andeutete, daß der Kutter ganz ſpeciell für die Fiſcherei auf den jütländiſchen und ſchottiſchen Banken conſtruirt und ausgerüſtet war. In vergoldeten Buchſtaben war hinten an der einen Seite der Name„der Mitbürger“ und an der andern ſeine Vaterſtadt„Molde“ zu leſen.
Das zweite Fahrzeug war eine von jenen See⸗ nymphen, die bei den Seeleuten, beſonders bei den jün⸗ geren, ein ſo großes Entzücken hervorrufen. Es war wie ein Schooner getakelt, und der lange, niedrige Numpf, die ſchlanken, nach hinten ſich neigenden Maſten, die feinen, weiß angeſtrichenen Ragen und Stangen, die kleine, zierliche Galion und die Kupferverhäutung ließen einen von jenen kleinen Schnellſeglern erkennen, deren die Amerikaner und Franzoſen ſich ſo gerne zu Luſtreiſen oder zum Schmuggeln bedienen. Auf dieſem Fahrzeuge waren ſämmtliche Segel geſpannt, doch hingen ſie ſchlaff herab und wurden nur von den langen, kaum merkbaren Wogen ſanft bewegt, welche bisweilen das Fahrzeug in ein leiſes Schwanken verſetzten.
— Wir gehen an Bord auf die Planken, welche aus den gewaltigen Wäldern des alten Norwegens geholt worden ſind.
Es war gegen elf Uhr Vormittags.
Auf dem Verdecke des Kutters wanderte mit langen Schritten ein Mann auf und ab, deſſen kühne und ſchoͤne Züge in einem ſonderbaren Mißverhältniſſe ſtanden zu dem duſtern und ſcheuen Blicke, den er öfter ſeitwärts, als gerade vor ſich hin warf, und der, wohin er auch


