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Kind; du haſt wohl einmal nöthig, auszukommen.“— Marie nickte nun leicht mit dem Kopfe, was als Antwort galt, und Klein nahm ſeinen Abſchied.
Aus leicht begreiflichen Gründen ſprach weder Mutter noch Tochter ein Wort über das, was vorgefallen war. Frau von Horſt ſah die Sache nun an, als ſtehe ſie auf dem, was man„ordentlichem Fuße“ zu nennen pflegt. Der Zweck ihrer Erforſchung war erreicht, und ſicher über das, was ſie beunruhigt hatte, ging ſie in ihr Schlafzim⸗ mer, ohne die Sache weiter zu berühren.
Deſto mehr ſprach Klein. Es war ſeine Gewohnheit Monologe zu halten. Sobald er zu Hauſe in ſeinem Zimmer angekommen war, ſeine Pfeife angezündet und ſeinen Rock abgeworfen hatte, ſetzte er ſich vor dem nieder⸗ gebrannten Gluthaufen nieder, und fing halblaut an: „Nun mag es genug geprüft ſein! Ich wollte nicht um mein Lebensglück betrogen werden: deßhalb bin ich als ein kluger Mann nicht fortgelaufen und habe um das erſte beſte Mädchen geworben, bei deſſen hübſchem Geſichte mein Herz ſtärker, als gewohnlich zu klopfen anfing. Gott ſei gelobt, daß ich nicht zu Grunde ging, als ich mich einmal auf's haſtigſte in Julie St—hals Netz fing! Nein, es war mein guter Stern, der mir Marie in den Weg führte. Der ehrliche Fare! Hätte er mir nicht während ſeiner Ab⸗ weſenheit ſeine Praris übergeben, und wäre nicht Frau von Horſt eine ſeiner Patienten geweſen, ſo häͤtte ich jene nie kennen gelernt. Marie hält jede Probe aus; ihr Herz iſt reines Gold; ſie iſt ſchön und unſchuldig, wie ein Engel. Ich hore noch ihre kindliche, naive Antwort; und dann das Gemälde! Ich darf ſicher hoffen, denn ohne ein ſol⸗ ches Gefühl hätte ſie meine Züge nicht ſo getreu gezeichnet. O du Theure! wie glücklich will ich dich nicht zu machen ſuchen; mein ganzes Leben, meine Seele ſollen dein Eigenthum ſein! Ich will nun nicht länger ſchweigen. Aber wie nun eine paſſende Gelegenheit bekommen, um mich zu erklären?“— Nach einer Pauſe rief er aus:
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