Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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48 wieder, und kann er ſich auch nimmermehr in die Lüfte erheben, ſo öffnet ſich doch zuweilen einmal ſein Bauer, und er kann wenigſtens in einem, wiewohl eingeſchränk⸗ tern Gebiet umherflattern in der Stube. Er iſt doch⸗ wenigſtens geflogen, und hat unterdeſſen in der Hoff⸗ nung gelebt.

Am andern Tag, es war ein Dienſtag; hatte Wet⸗ terquiſt Fräulein von Lindfeldt Unterricht zu geben. Punkt halb zwölf Uhr machte er ſich auf den Weg, in völliger Galla, in lichtgrauen Sommerbeinkleidern welche er ſich unglücklicherweiſe nicht früher als jetzt, gegen den Herbſt hatte zulegen können einer friſch⸗ gewaſchenen weißen Weſte und ſeinem braunen Gehrock, den er in voriger Woche, an einem Tage, wo er frei von Lektionen und in Folge eines Schnupfens zu Hauſe geblieben war, hatte moderniſiren laſſen. Der Notarius ſah in der That wie ein echter Dandy aus, und die bleichen, in Folge der äußerſt ſtrengen Diät etwas ein⸗ gefallenen Wangen, gaben ihm ein unläugbar feines, höchſt nobles Ausſehen. Sein ſpaniſches Rohr in der Hand, mit Glacéhandſchuhen, an welchen kein einziger Fleck, keine einzige aufgeplatzte Naht war, und mit dem gelben ſeidenen Taſchentuche, welches er ſelbſt zweimal in der Woche in der Waſchſchüſſel wuſch, hatte er die gerechteſten Anſprüche auf vollkommenſte Eleganz. Si⸗ cheren Trittes, und hübſcher Haltung, ſpazierte er zum Kornhafen hinab, die wohlbekannten Treppen zu der Wohnung der Baronin hinauf.

Wetterquiſt mußte ein wenig in dem Kabinet war⸗ ten, wo die Lektionen gewöhnlich gehalten wurden. Die Baronin war ausgegangen, das Fräulein würde aber, wie man ihm ſagte,ſogleich kommen. Da ſich in⸗ deſſen Fräulein Mathildens Ankunft etwas verzögerte, vertrieb ſich der Notarius die Zeit damit, daß er im Zimmer umherging und ſich allerlei Kleinigkeiten beſah⸗ welche durch die Gewohnheit, dieſelben oft zu ſehen, ein gewiſſes Intereſſe für ihn gewonnen hatten. Daß er

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