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wiſſe Erleichterung verſchaffte, kroch die Alte wieder unter ihre Bettdecke, und ſchwur heimlich hoch und theuer, daß der Alte vier Wochen lang nichts Anderes zu ſehen be⸗ kommen ſollte, als Fleiſchbrühe und verdünnten Fuſel, mit Ausnahme des Morgenſchnapſes, denn an die erſte Flaſche wagte ſie doch nicht Hand anzulegen.
Ohne ſich Etwas von den verrätheriſchen Plänen träumen zu laſſen, welche ſeine kurze Seligkeit zu zer⸗ ſtören drohten, erwachte der alte Ficker in der beſten Laune von der Welt. Mit blinzelnden Aeuglein und wackelndem Kopfe wie ein beweglicher Gipschineſe ſchlich er zum Bett, um zu ſehen, ob ſeine theure Ehehälfte noch immer unpäßlich ſey. Aber o Jammer und Schmerz, da ſaß ſie aufrecht, mit dem Strickſtrumpf in der Hand, und ſah ſo munter und wacker drein, wie ein Fiſch im Waſſer,— leider konnte ſich unſer guter Alter nicht verhehlen, daß ſie wieder friſch und geſund ſeyn müſſe.
„Biſt Du wieder wohl auf, Mutter?“ fragte er ſchluchzend.„Bleib Du liegen, arme Neta! Es thut Dir nicht gut, wenn Du ſchon aufſtehſt.“
„O nein, Väterchen; Du ſollſt ſchon ſehen,“ ließ ſich Muhme Neta mit einem höchſt zweideutigen, etwas boshaften Lächeln vernehmen.„Morgen bin ich wieder gehörig bei der Hand!“
Der Alte ſchnitt ein klägliches Geſicht, und verbarg ſeinen Schmerz, denn auf Mitleid konnte er nicht rechnen.
Drittes Kapitel. Verlobungsſchmaus bei Fran Norman. Eine Frau dünkt ſich ſo gut wie die andre; aber Liſa dünkt ſich beſſer als Alle.
Um fünf Uhr verſammelte ſich in Frau Normans Wohnung eine glänzende Aſſemblée der Elite aller Trödel⸗ weiber der Hauptſtadt. Das äußere Zimmer, welches an gewöhnlichen Tagen ein buntes Durcheinander von


