Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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ſind, dann haben Sie allerlei andre Sache zu denken und ich möchte närriſch werden vor Neugierde, denn Sie ſagen einem ja kein Sterbenswörtchen. Liebſtes Onkel⸗ chen, Sie brauchen ja nur zu ſagen, in welchem Monat

denn ausgemacht iſt es natürlich bereits.

Ach was, Du wirſt es ſchon früh genug erfahren! Laß mich doch erſt den Fuhrmann bezahlen; entgegnete der Kammerer nicht ohne einige Verlegenheit bei dem Gedanken an die Rechenſchaft, welcher er kaum zu ent⸗ gehen hoffen durfte.

Nur ein einziges Wörtchen, liebſtes Onkelchen! Wirds im Oktober ſeyn, oder im November, Dezember? Nein, bis dorthin iſt es ſchon zu kalt!

Es wird Nichts mehr gereist! Gib Dich nur zu⸗ frieden und laß mich wenigſtens in Ruhe hinaufgehen.

Ah ſo, ſie kommt her! Die Hochzeit iſt hier! Ach

das iſt herrlich; da bin ich doch auch dabei!

Ja, Liſa, Du ſollſt dabei ſeyn! ſagte der Kam⸗ merer und ſtolperte die Treppe hinauf, die Hutſchachtel in der einen Hand, Schnapsflaſche und Stock in der andern;und noch mehr, Liſa, Du ſollſt.... aber ſt! warte nur und laß mich erſt ordentlich zu Hauſe ſeyn! Das war ein verdammtes Gerüttel und Geſchüttel! ich glaubte die Hornſtraße wolle gar kein Ende nehmen. Aber hör jetzt, Mädchen, wie ſteht's mit meinen Sachen, meinen Marmorplatten, meinem Porzellanſervice und mit dem...

Pelzwerk, den Vögeln und dem alten Schlafrock? fiel ihm Liſa in die Rede.Sammt und ſonders in beſter Ordnung, nichts kaput gegangen, Alles ſteht ſchönſtens an ſeinem Ort.

Gut, gut, ſo mach' ein Mal auf, Kind! Wie freue ich mich wieder auf meinem alten Sopha zu ſitzen!

Wir übergehen die folgende Viertelſtunde, welche der Kammerer damit zubrachte, eine große, haſtige Tour im Zimmer umher in den Triangel und hinter den Schirm zu machen. Freilich war es Nichts weiter als ein flüch⸗