Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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eine oder die andere Eigenheit. So mag ſie zum Bei⸗ ſpiel keine anderen als Feldblumen leiden, und es iſt ihr deßhalb ſehr zuwider, daß unſere fleißige Haushälterin ſich mit der Blumenzucht in unſerm Garten abgibt. Ich habe um ſo weniger Etwas gegen dieſe unſchuldige Lieb⸗ haberei der Frau Ternſtröm, als ich ſelbſt meine Freude daran habe.“

„Allerdings iſt gar nichts Tadelnswerthes dabet,“ melnte der Kammerer;„hier auf dem Lande, wo man ohne Koſten Blumen halten kann, mag dies ganz ange⸗ nehm ſeyn. In Stockholm ſind freilich Blumen ein ſehr theurer Luxusartikel.“

„Das will ich wohl glauben,“ ſagte der Probſt und war ſehr zufrieden, daß der Blumenhaß der heiligen Sa⸗ bina keine andere Gedanken bei dem Kammerer erweckt hatte.„Ja, zu Stockholm, wie ich mich aus alter Zeit erinnere, dort lautet es freilich anders. Dort,“ ſetzte er hinzu, würde Sabina bei ihrer vortrefflichen Wirth⸗ ſGhafisezuntniß beinahe mit ſo viel als gar Nichts leben önnen.“

Nun paßte eigentlich dieſer Zuſatz wie eine Fauſt auf ein Auge zu der Theuerung der Blumen in Stock⸗ holm; allein der Probſt glaubte eine kleine Anſplelung nicht beſſer anbringen zu können, und ohne das Geringſte von jener Abſicht zu merken, erwiederte unſer Kammerer ganz arglos:

„Wenn ſie aber ſo ausgezeichnet geſchickt iſt, wozu brauchſt Du denn eine Haushälterin, Herr Bruder?“

„Ja, Herr Bruder, Du mußt bedenken, daß eine Landhaushaltung mit ihren erſchrecklichen Anhängſeln von groben und anſtrengenden Arbeiten ihren zarten Koͤrper allzu ſehr in Anſpruch nehmen würde. Sie will immer Alles ſelbſt thun, in und außer dem Hauſe, koͤnnte es auch, denn ſie hat es früher ebenfalls gethan, und da ging Alles herrlich, wie am Schnürchen; als ich aber