Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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wirrten Jünglings: es war Inſtinkt, der ihn nach des Profeſſors Haus geleitete.

Und nun waren die Koſttäge angefangen.

Ha, was für eine Zeit trat nun ein, was für eine Zelt der Demüthigung, einer Legion wirklicher und ein⸗ gebildeter Demüthigungen! Wetterquiſt kam an mehreren Orten mit einem armen Bauernſohn zuſammen, welcher

Pfarrer werden ſollte und ſeines Eifers und Fleißes

halber mit Koſttagen überhäuft wurde. Seinen Mit⸗ tagstiſch mit dieſem gebornen Sohne der Dürftigkeit theilen zu müſſen, für Seinesgleichen angeſehen zu wer⸗ den und ſogar noch ihn um die Dienſtfertigkeit beneiden zu müſſen, womit er die Güte ſeiner Wohlthäter zu vergelten ſtrebte, dieß waren eben ſo viele Giftpfeile für Wetterquiſts Hochmuth. Und vollends noch die Zu⸗

muthungen, das Kind zu hüten, dieß oder jenes zu

thun, dieſe oder jene kleine Kommiſſion auszurichten, für Nichts und wieder Nichts von einem Ende der Stadt zum andern zu laufen— Alles dieß war mehr als er für möglich hielt, das ein Menſch aushalten könne. Deßhalb ſtudirte er Tag und Nacht, um auf die Hochſchule zu kommen, wo er denn auch endlich— nach zweijähriger verzweifelter Anſtrengung auf dem Gym⸗ nafium zu Skara— mit zwanzig Reichsthaler in der

Brieftaſche, nach Abzug der Reiſekoſten, anlangte. Wäh⸗

rend ſeines Aufenthaltes zu Upſala griff ihm ſein Vor⸗

mund, ſo gut er konnte, unter die Arme; trotz dem

ſpann ſich Wetterquiſts Studienzeit viel weiter hinaus, als er ſich eigentlich Rechnung gemacht hatte— nicht daß es ihm an Kraft und Luſt zur Arbeit gefehlt hätte, ſondern aus Mangel an zureichenden Mitteln. Er mußte Unterricht geben, um ſelnen Unterhalt zu erſchwingen: auf dieſe Weiſe verlor er viele Zeit und es gingen fünf Jahre darüber hin bis er endlich nach rühmlich beſtan⸗ denem Examen als Auskultant bei dem Hofgerichte zuge⸗ laſſen wurde. Nun hatte er doch wenigſtens einen Titel, ſo unbedeutend er auch ſeyn mochte;— dieß war aber

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