Flaſche erquickt hatte, deren Inhalt beim ungewißen Tageslicht an Farbe und Ausſehen„einem Bittern“ glich, ſteuerte er raſch und munter auf das Vorzimmer los, während der Schlafrock luſtig um die Fragmente der weißen Unterhoſen flatterte— denn geflickte gaben zu warm und waren auch überflüſſig zu Hauſe und ſo früh am Morgen—; im Vorzimmer ſchwenkte er, öff⸗ nete ein Fenſter, zog die Vorhänge auf, gab den Vö⸗ geln Hanfſaamen und friſches Waſſer, und begann dann mit dieſen in verſchiedenen kleinen Kunſtübungen, wel⸗ che ſein großtes Vergnügen ausmachten.
Als er dieſe Beluſtigung eine Weile getrieben hatte, gab ihm ein wohlbekanntes Klopfen an der Thüre die willkommene Nachricht, daß ſein Morgenwaſſer ange⸗ kommen war. Er ſteckte die Hand zur Thüre hinaus, und erhielt eine kleine kupferne Flaſche, welche er ſehr ſorgfältig in ſeine eigene Flaſche ausleerte, worauf er die fremde in Begleitung von ſechs Stübern wieder zur Thüre hinausſchickte.
Ha, wie ſchmeckte das friſche Waſſer dem Alten ing der kleinen ſchwülen Kammer! Er trank und ſpazierte hin und her, wiſchte dazwiſchen hinein mit dem Schlaf⸗ rockzipfel den Staub von dem einen oder andern Mö⸗ bel, bis ſich alle ſammt und ſonders ſeiner gleichen Va⸗ terſorge erfreut hatten.
Schon mit dem früheſten Vormittage ſollte, wie es ſchien, das Hauptgeſchäft des Tages ſeinen Anfang neh⸗ men. Der Kammerer oͤffnete ſeinen Pult und holte mit eifrigen Blicken eine Menge intereſſanter Papiere dar⸗
aus hervor, betrachtete ſie genau, ſchrieb dann ein paan
Linien in ein großes Buch, rechnete verſchiedene Bündel von einer weit dünnern Papierſorte und allerlei Farben und Größen zuſammen. Nachdem er ſich bei dieſer an⸗ genehmen Beſchäftigung eine ziemliche Zeit verweilt hatte, trat er zu dem benannten Schrank, oöffnete ihn und ließ den lieblichen Geruch ver eingeſchloſſenen Luft, von allerhand darin aufbewahrten Eßwaaren ſich im
machte ein p nicht bis zu die Fl und ſe kleinen der Ti
wähnte eigentli darin
Kamm geſchob welches


