theck in der Hand zu lieblichen Träumen einzuſchlummern und ſo noch gelegentlich für die Bildung ſeines Geiſtes zu ſorgen. Allein, ehe er nicht einen Kameraden ge⸗ funden hätte, konnte er unmöglich ſeiner Wege gehen! Denn plaudern, vorzüglich ſelbſt zu plaudern, war die ſchwache Seite des Regierungs⸗Sekretärs und nachdem er ſich zu dieſem Zwecke vergebens umgeſehen hatte, ob nicht ebenfalls ein Bekannter in der Nähe ſey, begab er ſich in das Rauchzimmer, wo es ihm beſſer glückte, wie man wenigſtens aus dem freundlichen Kopfnicken ſchließen konnte, mit welchem er einen jungen blaſſen Mann grüßte, der an einem Fenſter ſaß und mit einem ausgebrannten Cigarrenſtumpf gedankenlos an einem halbleeren Waſſerglas ſpielte, während er zuweilen an dem Cognac nippte, den er vor ſich ſtehen hatte.
„Wo zum Henker haſt Du denn ſo lange geſteckt? Seit vollen acht Tagen hat die ganze Welt nach Dir ge⸗ fragt!“ ſagte der lebhafte Regierungs⸗Sekretär, und ſchlug der benannten Perſon auf die Schulter.
„Wo ich geſteckt habe?“ entgegnete dieſer, warf die Cigarre weg, und in dem Blicke, womit er den Frager an⸗ ſah, lag Unwillen und Verlegenheit.„Zu Hauſe habe ich geſteckt, ich war nicht ganz wohl und auch außer⸗ dem frei von Geſchäflen.“
„Ach was, gib Dir keine Mühe, mir all' das zu wiederholen, was ich mir an meinen fünf Fingern her⸗ zählen konnte!“ ſagte Roſell und lachte auf eine Weiſe, welche kaum für artig gelten kann.„Aber offenherzig geſagt,“ ſetzte er mit geſenkter Stimme hinzu,„Du biſt ein Narr, wenn—“
Ein faſt wahnwitzigers Blick und eine ſieberhafte Röthe, welche ſich plötzlich über das Geſicht des blei⸗ chen Mannes verbreitete, ſchloß Roſell den Mund, und er ließ ſich aber doch nicht hindern, mit ausdrucksvoller Kopfsbewegung den abgebrochenen Satz pantomimiſch zu vollenden.
Der Recerungs⸗Sekretär ſetzte ſich in die Fenſterniſche
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