Teil eines Werkes 
3. Bd. (1858)
Entstehung
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glückliches Weib werden ſollteſt, das wußte ich ehe Du es wur⸗ deſt; aber ich kann es nie zu oft hören.

„Und Hjelm und Emilie, Geiſtern und Thorborg, wie ſchön ſind nicht die Gaben für Alle abgemeſſen!

„Bei den Erſtgenannten herrſcht fortwährend Sonnenſchein und Lebensfriſche. Auf Gläborg kann zuweilen ein Hauch der Vergangenheit den Capitän umſchweben, aber dieſen Hauch bläst ſein Elfenweibchen weg, und der Paſtor erklärt, er habe jetzt ſeinen Schwiegerſohn unter die wirklichen Menſchen aufgenom⸗ men und lerne ihn von Tag zu Tag höher achten.

„Der geehrte Schwiegervater inzwiſchen, der jetzt in glücklicher Vergeſſenheit ſeiner Gicht und aller früheren Bekümmerniſſe täg⸗ lich ſeinen ſpaniſchen Wein trinkt und unaufhörlich damit prahlt, daß Vivika dem Storke Pelle blos aus Liebe zu ihrem alten Herrn einen Korb gegeben habe— er hat keine Ahnung davon daß er dieſen eingebildeten Tribut für ſeine geſchmeichelte Eigen⸗ liebe blos dem ſorgſamen Tochtermann zu verdanken hat, und Vivika iſt zu ſchlau um zu erzählen daß der Capitän ihr eine jährliche Penſion ausgeſetzt hat, ſo lange ſie ledig bleibt. Der Hammel weidet eben jetzt nach Herzensluſt das letzte Gras auf der Sommerluſt ab, und Pelle kommt jeden Sonntag wieder mit ſeinem Verlobungsbuch, bekommt aber nie etwas Anderes als eine Panacee.

„Ich ſchreibe dies in Deinen Mädchenzimmern, meine Majken, wohin ich oft gehe um recht an Dich zu denken und Dich im Geiſte zu ſehen, wie Du mit dem Tubus daſtandeſt und der Kronflagge und Deinem Commandanten nachſchauteſt.

„Da oben, wo wir eine ſo großartige Ausſicht haben, ſitze ich auch oft und ſehe, wie das einſame Licht gleich einem Feuer⸗ thurm auf der öden Klippe angezündet wird, wo zwei auserkorene Seelen ſo heiter ihr Leben verbringen, immer noch thätig und mit ihren geringen Mitteln mehr Gutes ſtiftend als man begreifen kann. „Der Pflegſohn wächst herrlich heran unter ihrer Leitung,