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„Ach, wie wohl wußte ich doch, ſchon ehe ſie meine Frau wurde, wie übermenſchlich intereſſant und außerordentlich vielſei⸗ tig ſie war!
„Onkel, Schwiegervater, iſt es zu viel, wenn ich das Bedürf⸗ niß empfinde für ein ſolches Weib ein großes Opfer zu bringen?
„Aber das Unglück will daß ich ihr nicht einmal ein Opfer bringen kann, denn jetzt bin ich ſelbſt des Zollweſens ſo gründ⸗ lich müde, bin ſo feſt überzeugt daß mir eine Laſt vom Hals fallen wird, wenn ich es aufgebe, daß ich nur bedaure meiner Majken kein noch lieberes Geſchenk darbringen zu können als mein Abſchiedsgeſuch— und dieſes, lieber Schwiegervater, iſt bereits eingereicht.
„Ja, mein theurer Ehrenſchwiegervater, ich werde Kaufmann. Jetzt geſchieht es aus freiem Willen und hätte ſonſt nie geſchehen können. Der Mann muß ſelbſt prüfen.
„Das habe ich gethan. Und ſeit dem Unglück mit Olagus war mir der Dienſt mehr als zuwider. Ich wollte jedoch das Aeußerſte verſuchen. Die Stellung eines Controleurs iſt weder glücklich noch beneidenswerth, denn er iſt auf allen Seiten von Betrug, Habſucht und dem niemals auszurottenden Beſtechungs⸗ ſyſtem umgeben. Ich bin der Sache überdrüſſig und ziehe mich zurück aus der reinen Ueberzeugung daß man abtreten muß, ſo⸗ bald man ſeinen Dienſt nur noch mit Widerwillen verſehen kann.
„Nie hat Majken mit einem einzigen Wort darauf hingewirkt, aber heimlich und— wie ſie glaubte— ungeſehen ſtand ſie oft vor der wohlgelungenen Anſicht von Svartſkär, welche Hjelm ge⸗ zeichnet und ihr bei unſerer Abreiſe verehrt hat. Und ich hörte ſie leiſe ſeufzen, wenn ſie die graurothen Felſen zwiſchen den brauſenden Waſſern des Skagerak betrachtete. Sie ſoll ſich nicht länger darnach ſehnen— nein, Schwiegervater, nein, bei meiner lebendigen Seele, das ſoll ſie nicht.
„Ich ſehe wie Du mit dem Brief in der Hand aufſpringſt, Onkel— aber ſchweig gegen Alle, nur nicht gegen die Schwies


