Teil eines Werkes 
3. Bd. (1858)
Entstehung
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dieſem Theil der Scheeren zu erbauen und es zu unterhalten, ſo lange die Firma ſteht.“

Das Hurrahgeſchrei das dieſe Mittheilung beantwortete zit⸗ terte bis in die Herzwurzel des Redners. Seine Frau und ſeine Tochter wußten Nichts davon, aber er wußte daß ſie Thränen der Dankbarkeit und Freude vergießen würden. Er war vergnügt, er war groß und wollte nie mehr der kleinliche geizige Moß wer⸗ den, den die Leute, obſchon ſie ihn liebten, mit der größten Freude um einen Stüber beluchsten.

„Spart das bis heute Abend, Kinder. Dann komme ich mit der ganzen Schaar hieher, um zu tanzen und Geſundheiten zu trinken. Inzwiſchen lebt wohl.“

Vivika ſaß jetzt am Ehrentag ihres lieben Gudmar zu oberſt am Tiſch, und während des langen Mittagsſchmauſes mußte ſich Sven, der ihr Nachbar war, die ſchrecklichſten Sticheleien gefallen laſſen.

„Was ſehe ich? Läßt ſich der Herr Wachtmeiſter zu den ge⸗ ringen Leuten herunter? Dachte, Du würdeſt bei den Herrſchaften und bei den Alten ſpeiſen. Herr Jeſus, Jacobchen, Du ſiehſt Dir an Deiner blinkenden Kette noch die Augen aus... Herr Dillkopf, bemühen Sie ſich nicht um meinetwillen den Stuhl zu rücken. Aber wer eine weiße Bauſchweſte anhat, der braucht freilich viel Platz für ſich ſelbſt.“—

„Euer Geſchwätze, Tante, iſt alter Plunder auf welchen Sven Dillkopf mit dem Fuße tritt. Der ganze Strand ſoll mir mit ſeinen alten giftigen Neſſeln nicht weiter im Wege ſein. Nun, nun, Tante, ich kanns darum doch nicht übers Herz bringen in Unfrieden von Euch zu ſcheiden. Wollt Ihr, ſo trinken wir einen Verſöhnungstoaſt. Und finde ich Etwas— und das ge⸗ ſchieht bald— das Euch als Hochzeitsgeſchenk anſteht, ſo ſollt Ihrs mit Sven Dillkopfs eigenem Namen geſchickt bekommen. Ich will Euch in gutem Andenken behalten.“

„Können wir denn nicht trinken? kann es nicht gut ſein? 3