Teil eines Werkes 
3. Bd. (1858)
Entstehung
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werden, und daun ſollen die Alten, wenn ſie noch leben, wieder⸗ um Gevatter ſtehen— denn es iſt eine große Chre für ſie, wenn mehrere Herrenleute, ſie zu demſelben Dienſt gebrauchen.“

Aber was ſich nicht verſchmerzen ließ, das war Svens Ver⸗ druß darüber daß ſeine Gratulation, die er ſo wohl einſtudirt und auf den Lippen hatte, ⸗gleichſam von Moß ſelbſt verſchlungen werden follte, der es ſo eilig hatte den Jungen getauft zu ſehen, daß er Soen in der⸗ eigentlichen Knospe ſeiner Beredt⸗ ſamkeitsblume unterbrach. Und mußte er es nicht außerdem über ſich ergehen laſſen daß Tante Vivika und Pelle, denen er ſeine

„zierliche Rede vorgeleſen hatte, höhniſch ihre Mäuler gegen ihn

verzogen.?

Als der zweite Act vorüber wär und Herr Moß Ake Hjelm Erlaubniß erhalten hatte in ſeinem eigenen Stübchen der Ruhe zu pflegen— die Geſchäfte hatten für ihn noch keine Eile— theilten ſich die Hochzeitsgäſte in zwei Schaaren. Die kleinere blieb zurück..

Die größere zog, von Moß ſelbſt angeführt, in eine große ausgeräumte Seebude die zum Feſt und zabendlichen Tanz prächtig mit Lampen, Flaggen und Transparenten geſchmückt war, während auf den Tiſchen Tabak, Thonpfeifen, Krüge und große Kannen prangten, aus denen allerlei Getränke ſtrömen ſollten, nachdem

der Tiſch ſeinen Tribut an all die hungrigen Gäſte bezahlt hätte die ihſ bereits mit den Augen verſchlangen.

„Meine Freunde, meine Kinder,“ ſagte Moß mit ſeierlichem Styl,„ich habe am Ehrentage meiner Tochter und am Tauftage meines Pathen keine anderen Gäſte haben wollen als Euch. Aber dieſer heutige Tag hat, ſupponire ich, noch eine weitere Bedeu⸗ tung. Euer alter Patron zieht wieder mitten unter Euch. Heute werde ich meinen Namen zum erſten Mal in der neuen Firma unterzeichnen, und wird die Namensunterſchrift der Firma auf eine Urkunde geſetzt werden, kraft welcher das Haus Moß und Hjelm ſich verpflichtet für Eure Kinder das erſte Schulhaus in

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