Teil eines Werkes 
3. Bd. (1858)
Entstehung
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Familienkreis hier am Strande.“ Und ein Viertelsſeufzer ſchlich ſich über die Lippen der Braut.

„Majken, Majken, meinſt Du, ich begreife Dich nicht? dieſes Meer, dieſe alten Klippen, dieſe geliebte Heimath...“

„Still doch... man kann nie Alles haben; und ich habe nicht ſo. Vieles erhalten, um mit Undank daran zu denken daß es ſchön geweſen wäre noch mehr zu haben... Jetzt meine ich Mama zu hören. O, welch eine Mutter! Aber der Himmel ſegne auch Papa! Mit ihm führe ich ein wahrhaft neues Leben!“

Es war Frau Mofß, die kam.

„Jetzt, meine theure, geliebte Tochter, meine traute Majken, kommt die Zeit ſchnell heran. Die Alten ſind bereits im Con⸗ tor, und Papa iſt voll Eifer um die letzten Geſchäfte ins Reine zu bringen. Morgen... von morgen an zieht eine lange Sehnſucht in mein Herz ein, aber die Gewißheit Deines Glückes wird ſie auch mildern. Doch es iſt wahr, liebe Thorborg, willſt Du nicht voraus in den Saal gehen und Deinen Blick auf Alles werfen, damit Nichts fehlt?“

Thorborg, welche glaubte, Tante Beate Marie wolle ihrer Majken Etwas im Vertrauen ſagen, eilte ſogleich in den Saal hinab. Aber hier wäre ſie vor Schrecken beinahe umgefallen, als ſie einen Fremden erblickte der ihr entgegenflog und ſie ſprach⸗ los an ſeine Bruſt drückte, und zwar ſo als ob ſie dieſen Platz nie mehr verlaſſen ſollte.

„Mein Gott— Capitän Geiſtern— es iſt doch gewiß kein Traum?“

„Iſt es das kleine Elfenmädchen das ſeinen Bräutigam mit einem Titel anredet? Nun, war dieſe Begrüßung nicht recht? Das Heiligenkind fiel nicht in Ohnmacht aus Furcht vor der Umarmung eines Mannes und weinte nicht über den erſten Kuß? Dank, das war artig, das war heldenmüthig. Aber ein recht

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