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und beleidigen kann vermag er zu betrüben, aber einen Todten der allen irdiſchen Leiden entrückt iſt will er nicht betrüben. Die allergeringſte Handlung gegen den Wunſch eines hingegangenen theuren Weſens würde eine Qual für ihn werden. Das iſt traurig, meine Maid— aber was willſt Du thun um das menſch⸗ liche Gemüth zu vervollkommnen?“
„Was will, was kann ich thun, als daß ich voll Liebe Dir und Papa für Eure kurze Reue, dem lieben Gott aber herzlich dafür danke daß Ihr einer längeren Reue entgangen ſeid?“
„O, Majken, es iſt mir unausſprechlich zuwider dieſe Rolle eines grundſatz⸗ und willenloſen Menſchen zu ſpielen. Aber Dein Edelmuth mir nicht einen einzigen Vorwurf zu macher ſo wie Dein gänzlicher Mangel an Egoismus enthalten einen ſo rühren⸗ den Vorwurf, daß ich bei Gott und meiner Liebe es thun würde wenn es möglich wäre. Aber eine ſolche Gewaltthat gegen alle eingewurzelten Grundſätze und Gewohnheiten kann nicht ſtattfin⸗ den ohne den qualvollen Stachel einer unfreien Handlung zu hin⸗ terlaſſen. Inzwiſchen bin ich jetzt wieder unzufrieden, mit mir ſelbſt uneins und zerfallen... Es iſt ſchrecklich, meine Maid, daß ein ſolches Mädchen wie Du es mit zwei ſolchen gleich ſtarr⸗ köpfigen Männern zu thun haben muß, wie Dein Vater und ich ſind. Ja, ich bin in Verzweiflung, in der größten Verzweiflung, und ich ſehe keinen andern Ausweg als daß ich... ich... O, meine Mazjken, wie liebe ich Dich!“—
„Das ſehe ich wohl, mein Gudmar. Und wenn ich Dir nicht ſogleich das geſagt habe was ich jetzt ſagen will, ſo geſchah es, weil Du wohl verdienteſt einige Angſt auszuſtehen. Ich würde es im höchſten Grade mißbilligen, wenn ein Mädchen
unter Umſtänden wie die vorliegenden ein ſolches Opfer annähme. Ueberdies will ich durchaus nicht daß Du hier bleibeſt. Du be⸗ darfſt einer andern Umgebung, und Papa iſt es der ſeine
Angſt einlöſen muß. Die Deinige wird durchkreuzt. Das iſt das Wort,“


