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Sie liebte ihren Gudmar ebenſo herzlich, aber ſie hatte eine Erinnerung die ſie weit hinwegwünſchte. Inzwiſchen iſt Wunſch nicht gleichbedeutend mit Erhörung, und manchmal ſtellte dieſe Erinnerung ſich ein um gleichſam eine Lage Schnee über ihr warmes Herz zu werfen.
Fünfunddreißigſtes Kapitel. Capitän Geiſterns Abſchied von Svartſkär.
Zwei Tage nach Majkens Abreiſe kam Capitän Geiſtern, um bei Hjelm und ſeiner Frau den Beſuch abzuſtatten den er ſich ſchon längſt vorgenommen, aber in Folge der einander drän⸗ genden unglücklichen Umſtände ſo lange aufgeſpart hatte, bis jetzt ein Abſchiedsbeſuch daraus wurde.
Emilie befand ſich allein zu Hauſe und war juſt im Saale, demſelben Zimmer wo ſie ihn bei der unglückſeligen Hausſuchungs⸗ geſchichte zum erſten und einzigen Mal geſehen hatte.
Als er eintrat, wurde die junge Frau von einem heftigen Zittern überfallen.
Aber als ſie die ſchmerzliche Verlegenheit, die ſprechende bange Unruhe ſah die in ſeinem Geſicht und ganzen Weſen lag, da war ihr edelmüthiges Herz ſogleich bereit ein huldvolles Lächeln auf ihre Lippen zu gebieten.
Dieſes ſanfte Lächeln wirkte ungemein wohlthuend auf den Capitän. Es half ihm ſeine Verlegenheit zu überwinden, und indem er vortrat, ſagte er mit einer Gemüthsbewegung die ein⸗ nehmend genannt werden konnte und das vollendete was Worte nicht auszudrücken vermochten: „Verzeihen Sie mir, Madame, all das Leid was ich Ihnen


