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Es koſtete Majken keine geringe Anſtrengung die Fragen ihrer Freunde befriedigend zu beantworten. Doch gelang es ihr zu ſupponiren daß irgend ein geheimes Geſchäft die Urſache ſeiner Flucht geweſen ſei.
Majken ahnte inzwiſchen wohin er gereist war, und einige Tage hindurch empfand ſie eine weit ſtärkere Unruhe als ſie ſich jelhſ geſtehen wollte.
Am fünften Tag erhielt ſie daigenden Brief „Meine angebetete Maid!
„Du ſiehſt ein daß ich in Göteborg war.
„Deine zwei Thränen zwangen mich zu einem außerordent⸗ lichen Schritt.
„Ich kam in die Stadt, ſtürzte zu meinem Gönner und Vorgeſetzten hinauf, und ſprach von gewiſſen Umſtänden die mich ohne Zweifel veranlaſſen würden meinen Lebensplan zu ändern und das Zollgeſchäft aufzugeben.
„Nun wohl, Geliebte, das Ergebniß dieſer Zuſammenkunft war, daß mein Vorgeſetzter Anfangs zu glauben ſchien, es ſei mir eine Schraube im Kopf losgegangen— und das war viel⸗ leicht nicht ſo ganz ohne, denn dieſe Thränen, dieſe Thränen... Ach, welch ein Glück daß Du ſo ſelten weinſt! Aber die Haupt⸗ ſache war daß man mich nicht gerne entbehren würde, und daß man mir daher das beſtimmteſte Verſprechen gab, ich würde noch vor Ende des nächſten Sommers das Amt bekommen... Und ſo fuhr ich wieder heim.
„Jetzt habe ich fünf Tage lang das Alles ausgeſtanden. Welche Gewiſſensangſt hat mich gequält... erlöſe mich davon! O, wie liebe ich Dich... Bei Gott, ich liebe Dich ohne alles Maß und Ziel... Aber Controleur will ich werden, das iſt beſchloſſen.
„Ich wage mich nicht zu Dir, bevor ich Antwort auf dieſen


