Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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zu zeigen, die zu tief war um in Worten ausgeſprochen zu werden.)

„Supponire,“ fuhr Moß fort,„daß man doch eines Tags das große Contobuch wieder zuſchlagen und ſich mit dem Fracht⸗ gut einſchiffen muß, das man in die Ewigkeit mitnehmen kann.“

„Nein, Onkel, das betrübt mich gar zu tief— mein Herz kann dieſen Gedanken nicht ertragen; Sie ſind ja noch ſo rüſtig, Onkel.“

„Wer Teufels ſpricht denn von mir— ich meinte nicht mich. Meine ſechzig Jahre drücken mich, Gott ſei Dank, ſo wenig, daß ich ganz leicht noch zwanzig dazu nehmen kann. Ich bin kräftig, abgehärtet und leide an keinerlei Krämpfen.“

„Nun, in Gottes Namen, was meinten Sie denn ſonſt, Onkel?“

„Supponire, daß ich an einen künftigen Schwiegerſohn dachte. In der Jugend muß man ja ſo handeln, daß man im Alter ganz offen von den Dingen ſprechen kann die wir ſo eben verhandelten. Auch ſterben junge Leute öfter und ſchneller, als alte.“

„Sie ſind mir ganz unbegreiflich, Onkel. Wir ſollten eine Che beſchließen, und ſtatt deſſen halten Sie eine Todesvorberei⸗ tung.“

„Ich habe dabei meine Ideen. Und merk Dir jetzt meine

Worte in dieſem Augenblick, denn nach ihm werde ich Dich für die Zukunft beurtheilen. Wenn Du jetzt vollkommen aufrichtig gegen mich biſt, ſo kann vielleicht Alles nach Wunſch gehen... Im Leben jedes Menſchen findet ſich, hol mich der Teufel, immer der eine oder andere Fleck. Ich ſelbſt bin nicht ſchneeweiß, habe auch nie verlangt, daß Jemand es glauben ſoll— aber ich ſup⸗ ponire, daß es Sachen gibt, die, aus dem Geſichtspunkt von Ge⸗ ſetz und Moral betrachtet, nicht mit der Art und Weiſe überein⸗ ſtimmen, wie wir ſie ſelbſt vor einiger Zeit anſahen. Du warſt nicht vorbereitet mich ſo ſprechen zu hören. Aber ich kann einen

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