Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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„Wie können Sie von mir glauben, daß ich dieſe Regel vergeſſe, Herr Holt? Ich will nur noch ein einziges Wort hin⸗ zufügen, Herr Holt. Sie mögen die beabſichtigte Partie mit Papa gewinnen oder verlieren, ſo können Sie dieſelbe jedenfalls als verloren betrachten. Und jetzt wünſche ich Ihnen guten Morgen, Herr Holt.“

Als Majken verſchwunden war, ſiel die Maske gänzlich von Holts äußerem Menſchen.

Die geballte Fauſt drohte in den leeren Raum hinein, aber für ſein inneres Auge war der Raum nicht leer.

Fünßzigſtes Kapitel. Ausgang der Holtſchen Freierei.

Ungefähr zwei Stunden nach den Scenen am Seeufer ging Holt in einer angemeſſenen Gemüthsaufregung in ſeinem Zimmer hin und her, während Moß, auf dem Sofa ſitzend, zerſtreut ſeinen Rock auf und zuknöpfte und dazwiſchen hinein mit ſeinen Fingern auf den Tiſch trommelte.

„Nein, nein, tauſendmal nein, Onkel, das iſt zu viel! Ver⸗ kannt von dem Manne, deſſen Achtung mir theurer war als die Achtung der ganzen übrigen Welt! Ich wiederhole Ihnen, Onkel, daß Ihr Brief mich zermalmt hat. Eines jungen Mannes Lauf⸗ bahn lag hoffnungsvoll und blühend vor Ihnen. Was thaten Sie, Onkel? Sie ſtampften mit dem Fuße darauf, und nun zer⸗ fiel auf einmal Alles um mich her auseinander.“

„Ei, ſo jammere doch nicht ſo verteufelt! Supponire, Du hältſt mich nicht für dumm genug, um mir einzubilden, daß Du Liebesqualen erleideſt. Ueberdies bin ich ja Aiebergetommen, um

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