Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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Er that es jedoch beim erſten Vorwand, der ihm an die Hand kam. Und ſo blieben Majken und Holt allein.

„Der Herr Lieutenant hat ſicherlich über das Befinden des Hammels Bericht erſtattet? Ich habe mir mit Theilnahme er⸗ zählen laſſen, daß genannte wichtige Perſönlichkeit in Gefahr ge⸗ ſchwebt und daß dieſe Gefahr große Unruhe bei unſern Nachbarn hervorgerufen habe. Das Unglück war ja die Folge eines miß⸗ lichen Falles?“

„Was den Hammel betrifft,“ ſagte Majken lächelnd,„ſo muß er ſich ungemein geſchmeichelt finden, daß er in dieſer Be⸗ ziehung Manchen vom zweifüßigen Geſchlecht gleicht, der vor ihm denſelben Purzelbaum gemacht hat. Aber, Herr Holt, ich kann Sie nicht blos in Ihrer freundlichen Theilnahme beruhigen, ſon⸗ dern ich kann Ihnen auch mittheilen, was Herr Guldbrandsſon mir erzählt hat.“

„Wie— Mamſell Majken ſollte mich mit einem ſo großen Vertrauen beehren wollen?“

„Ich glaube, daß es Ihnen Freude machen wird, Herr Holt. So wiſſen Sie denn, daß Papa noch heute Vormittag hieher⸗ kommt.“

„Was höre ich?— Und der Lieutenant weiß dies auch?“

„Ja, was weiß und was denkt man nicht... So z. B. kommt mir juſt der gewiß lächerliche Gedanke, daß vielleicht Sie ſelbſt, Herr Holt, mir eine Ueberraſchung bereiten wollten, indem Sie Papa hieher einluden.“.

Holt erröthete. Seine angenommene Maske der Ruhe und zwangloſer Unbefangenheit begann von ſeinem Geſicht hinabzu⸗ gleiten.

„Mamſell Majken, ich glaube, Sie wollen Ihren Spott mit mir treiben— aber laſſen Sie uns nicht vergeſſen, daß jedes Spiel ſeine Vorſicht erfordert.“