Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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ume lag ein Contraſt gegen ihren gewöhnli⸗ eine Miſchung von Verdruß und zurück⸗ gehaltenen Thränen, und was im Uebrigen die Stimme nicht ausdrückte, das erklärten die Blitze der braunen Augen wie die leichtgerunzelten Brauen. Das von lebenswarmer Schönheit ſtrahlende Weib ward gleichſam von einer Wolke umhüllt, bei welcher die Röthe des Zornes die Hauptfarbe ausmachte.

„Ake Hjelms edel markirte und ernſte Züge nahmen auf einige Sekunden einen Anſtrich von Verwunderung an. Dann antwortete er ruhig: 2

„Sprich! Die Aufrichtigkeit iſt eine Tugend, in ſo zu einem guten Zweck angewandt wird.“

„Kann eine Tugend anders angewandt werden?“

„Wir werden gleich ſehen. Die flammende Röthe auf Dei⸗ nen zarten Wangen ſcheint mir nichts Gutes zu verkünden.“

„Nun ſo höre einmal... Wir ſind jetzt vier Tage ver⸗ heirathet, und wenn ich mich recht erinnere, ſo ſoll der ſogenannte Honigmonat vier Wochen währen.“

„Weißt Du auch, Emilie, daß ſchon der Ausdruck Honig⸗ monat mir höchſt abgeſchmackt erſcheint? Wenn man einander wirklich lieb hat, ſo muß dies wohl länger als einen Monat währen, und wenn man ſich nicht liebt, ſo... So iſt der Ausdruck Honigmonat noch

9 meinſt Du?“ „Das wollte ich nicht gerade ſagen, aber ſchlagend, meine Liebe.“ „Nun wohl,“ verſetzte Emilie,„wenn ich jetzt annehme, Du liebeſt mich— und das glaube ich wirklich— ſo mußt Du mich doch auch auf eine menſchliche Art anreden.“ „Mein Gott, thue ich denn das nicht?“ im Gegentheil! Ich, die ich daheim geliebt und

„O nein, i verhätſchelt wurde, bin an Schmeichelnamen gewöhnt, die zärtlichere

Gefühle ausdrücken. Aber ſtatt mich Geliebte, Theuerſte,

In ihrer Stir chen freundlichen Ton,

fern ſie

weit dummer,

Dein Gedanke iſt

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