Teil eines Werkes 
Sammlung 4 : 5 (1826) Die Versuchung
Entstehung
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ganz klaren Begriff; nur ſo viel meinte ich im verworrenen Dunkel meiner vorlaͤufigen Anſichten, daß man auch ohne beides im Stande ſeyn koͤnne, ihr ſchuͤtzender Freund zu werden. Ein Paar kraͤftige Arme, glaubte ich, ſollten Gold und Rang aufwiegen, und jeden in Reſpekt halten, der ſich der Unbeſchol⸗ tenen in unziemlicher Abſicht naͤhere.

Wohl darf man dem Grafen Gorm ver⸗ trauen! fing ich an, um etwas Naͤheres uͤber ihn zu erfahren, dann ihr zu erzaͤhlen, wie abſcheulich er ſie verlaͤugnet, und endlich, wenn ich ihn ſo in den Hintergrund geſchoben, mich an ſeinen neidenswerthen, von ihm nicht ver⸗ dienten Platz zu ſtellen.

Der Graf Gorm, fiel ſie mir in das Wort: iſt ein ſehr edler Mann; ohne ihn ſtaͤnde ich ganz allein in der Welt; ich darf ihn, im reinſten Sinne des Worts, meinen Freund nennen. Nicht weil er Graf iſt, das bleibt ſelbſt in ſeinem Auge Zufall, nicht, weil er mit ſeiner verſchwenderiſchen Frei⸗ gebigkeit jedem, auch dem entfernteſten meiner Wuͤnſche begegnet, und nur in meinem Gluͤcke das ſeinige findet, achte und ehre ich ihn; ſon⸗