Teil eines Werkes 
Sammlung 4 : 5 (1826) Die Versuchung
Entstehung
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allerlei Glaubens und Alters, Billets zeigen, in denen ich zu Verbindungen aufgemuntert werde, die ein ſchamhaftes Maͤdchen verab⸗ ſcheut. Meine Geſtalt, die Bluͤthe der Ju⸗ gend regt die Wuͤſtlinge zu einer Dreiſtigkeit an, die keine Ruͤckſicht auf den ſichern Verluſt meiner Achtung und des Vertrauens nimmt, das ſie mir abverlangen. Am zudringlichſten ſind die, welche durch Alter, Rang und An⸗ ſehen das meiſte im Volke gelten, und, um dieſe Guͤltigkeit zu behaupten, ihren Ruf mit der ſtrengſten Aufmerkſamkeit bewahren ſollten. Gebe ich ihren ehrloſen Antraͤgen kein Gehoͤr, ſo iſt das nicht Tugend, nicht Unſchuld von mir, denn eine zuͤchtige Mime iſt in den Au⸗ gen dieſes vornehmen Abſchaums ein Unding; blos wegen anderer Verbindungen aͤhnlicher Art weiſe ich, ihrem Wahne nach, das ange⸗ botene Gluͤck von der Hand, und kann der, mit dem ſie mich verbunden glauben, ihnen, nach ihren flachen Anſichten, nicht durch glei⸗ chen Rang und durch gleiches Vermoͤgen die Spitze bieten, ſo bleibt nichts unverſucht, ihn durch die niedrigſten Kabalen zu verdraͤngen. Wie manche Ehrenfrau, wie manches unbe⸗

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