Teil eines Werkes 
Sammlung 4 : 4 (1826) Wilhelms Tage der Kindheit und Munter ist die Hauptsache
Entstehung
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41 genug, ihre Federn am Dieſſeit abzuſtumpfen; ſie ſchw angen ſich hinuͤber jenſeit des Grabes; ſie ſtritten Jahrtauſende lang uͤber unſern Zu⸗ ſtand nach dem Tode. Und wir ſind heute da⸗ mit nicht weiter, als ſonſt; ach! wir ſind zu⸗ ruͤck. Unſere grauſame Philoſophie hat uns den bluͤhenden Mohn, mit dem die Religion die Todtenbahre unſerer Vaͤter umkraͤnzte, nicht gegoͤnnt. Sonſt nahm der Sterbende das Lie⸗ besmal ſeines Heilandes auf die dunkle Reiſe zur Staͤrkung mit, und ſchlummerte im ſtillen Frieden ein. Jetzt liegt er trocknen Mundes und ohne geiſtige Labung und ſtoͤhnt ohne Troſt dem Grabe entgegen. Nur einen Anker gab uns Gott, der in der unermeßlichen Tiefe der Ewigkeit Grund faßt; das iſt der Anker des Glaubens. Glaube, mein Kind, was Deine ſelige Ahnung Dir ſagt. Glaube, was Deine heilige Sehnſucht Dir verheißt, dort in jenen unbekannten Fernen die Verklaͤrte zu finden, die Dein kindliches Auge mit zarter Liebe ſucht.

Ich glaube es, ſagte der Kleine mit un⸗ verwandtem Blick auf die flimmernden Sterne. Ich waͤre in Angſt, wenn ich es nicht glaubte.