Teil eines Werkes 
Sammlung 4 : 4 (1826) Wilhelms Tage der Kindheit und Munter ist die Hauptsache
Entstehung
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ſehr winzig kommt mir der Menſch vor! Kein Menſch ſollte ſich aufblaſen. Die Herrnhuter haben wahrhaflig Recht, wenn ſie immer mit niedergeſchlagenen Augen gehen, denn die All⸗ macht des unendlichen Gottes ſteht immer vor ihnen.

Minutenlang ſah Wilhelm mit gefalteten Haͤnden nach der Capella hinauf, ſein Blick verlor ſich in dem praͤchtig geſtirnten Himmel, in das ſuchende Auge traten ein paar große Thraͤnen, er lehnte ſich an den Capitain, der vor ihm ſaß und fragte mit kindlicher Sehn⸗ ſucht: O, wo iſt meine Mutter?

O! du allweiſes, ewiges, heiliges Weſen! rief der Capitain und ſchloß das weinende Kind in ſeine Arme; du haſt in die Bruſt des Men⸗ ſchen die Lehre der Unſterblichkeit gelegt. Das Auge des verwaiſ'ten Kindes verliert ſich in den lichten Raͤumen deiner tauſend Welten und leiſe Ahnung troͤſtet ſeine bange Sehnſucht, daß die Geſuchte dort in jenen Fernen ſchwebe. Laß uns nicht gruͤbeln, mein Kind; die Men⸗ ſchen haben dicke Buͤcher geſchrieben uͤber ein Land, wo ſie nie waren. Es war ihnen nicht