den; die jungen Leute ſprachen uͤber alles mit Beſtimmtheit und Auswahl, ſie beobachteten alles ruhig und kalt, und handelten nach be⸗ rechneten Grundſatzen. So, meinte ſie, ſollte Wilhelm auch gebildet werden; aber ſie fand es anders. Der Seecapitain hatte, nach ihrer Anſicht, eine Weiſe, die den Kleinen durchaus verderben mußte. Aber ſie trat mit ihren Aeuſ⸗ ſerungen nur nach und nach hervor, denn der Capitaͤn galt bei dem Oberamtmann alles, Wilhelm hing wie eine Klette an ihm, und der Capitain ſelbſt hatte eine Art zu diſputiren, daß es ihr immer an Worten fehlte, ihn zu widerlegen..
So hatte ſie z. B. lange ſchon ihren ſtillen Aerger, daß Wilhelm ſo wenig lerne. Andre Kinder ſeines Alters in der Stadt, ſagte ſie einſt bei Tiſche: ſchreiben im Franzoͤſiſchen und Engliſchen den eleganteſten Brief, ſpielen ihre Doppelſonate vom Blatte, und ſprechen uͤber Politik, wie ein Geheimer Staatsrath. Wil⸗ helm lernt viel zu langſam und weiß faſt gar nichts.
Wilhelm ſchlug die Augen nieder und er⸗ roͤthete,


