Teil eines Werkes 
Sammlung 2 : 4 (1823) Das Dijon-Röschen
Entstehung
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247 die kleinen Haͤnde und ſchien mit dem Fremden auf einem ſehr vertraulichen Fuße zu ſtehen, denn ſie legte ihre Hand auf ſeine Achſel, ſie

Mir verging Hoͤren und Sehen, und Strem⸗ ler verhielt ſich das Lachen, und in ſeinem Blicke ſchien die Frage zu liegen, was ich zu dem Auf⸗ tritte ſage..

Wer iſt denn das? fliſterte ich zwiſchen den zuſammengeknirſchten Zaͤhnen, halb leiſe; da lachte Stremler laut auf, der Fremde wendete das Geſicht nach uns Klotildens Vater das Maͤdchen ſtuͤrzte mit einem Freudengeſchrei in meine Arme. Aus der Seiten⸗Allee eilte eine junge ſchoͤne Frau auf die uͤberraſchte Grup⸗ pe zu, und ohne daß mir jemand die holde Fremde vorſtellte, wußte ich, daß es die italiſche Gattin des Grafen ſey. Dem Vaterherzen war, der ſanften liebreizenden Gattin gegenuͤber, das Geſtaͤndniß der fruͤheren Verbindung mit Klo⸗ tildens verklaͤrter Mutter, nicht ſchwer geworden. Die ſcharfſichtige Frau hatte bald den gluͤhenden Wunſch des Vaters entdeckt, ſein Kind, das ſie aus Frugoni's Bilde mit himmliſcher Anmuth an⸗ ſprach, von Angeſicht zu Angeſicht kennen zu lernen.