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245 Herzen, in der Ueberſpannung, in der ich mich befand, mit der Idee, das Unerhoͤrteſte aus Klo⸗ tildens Munde zu vernehmen, von trockenen Ge⸗ ſchaͤften reden; ich ſchloß die Augen, verſicherte, von der Nachtreiſe ſehr erſchoͤpft zu ſeyn, und druͤckte mich in die Ecke des Wagens. Ich aͤr⸗ gerte mich jetzt, daß ich bei ihm vorgefahren und nicht allein nach Buchenhayn geeilt war. Aber meine Neugierde, von ihm etwas Naͤheres uͤber die Lage der Dinge zu erfahren, und der innere Drang, ihn wegen ſeines Benehmens zur Rede zu ſtellen, waren zu groß geweſen. Beide Ab⸗ ſichten aber hatte ich verfehlt; ich wußte ſo viel als vorher, und ſtatt daß ich vor ihm meinen ganzen Verdruß hatte ausſchuͤtten wollen, ſpielte er den Verdruͤßlichen.
Mit jeder Minute wollte ich losbrechen, aber ich haͤtte Klotilden ja verrathen. Einige wenige Stunden koſtete es nur, mir noch Gewalt anzu⸗ thun. Erſt mußte ich ſie ſprechen, und dann ſollte das ſchwere Gericht uͤber Streniler und alle ergehen, die ſich unterfangen hatten, ſich uns und unſerm Lebensgluͤck in den Weg zu ſtellen.


