Teil eines Werkes 
Sammlung 2 : 4 (1823) Das Dijon-Röschen
Entstehung
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Blauen in das Graue ſchillerten, breite Ringel,

und das zierlich verflochtene Haar hielt die Mitte

zwiſchen dunkelgelb und brandroth; und doch ſprach aus dem Ganzen etwas Anziehendes, Geiſtvolles, beſonders aber lag in der Fuͤlle ihrer ſchoͤnen Geſtalt und in der blendenden Weiße des zarten Halſes und der vollen gewoͤlbten Bruſt ein eigner Liebreiz.

Ach wie allerliebſt iſt das, rief ſie, mit dem Blick auf meine Fracturſchnoͤrkel: Gott, wer ſo ſchreiben koͤnnte! ich krakle ganz abſcheulich; ich wuͤßte nicht, was ich darum gaͤbe, wenn ich im Stande waͤre, das noch zu lernen. Sie ſollen mir Stunde geben. Sie ſehte ſich auf mei⸗ nen Stuhl, nahm eine Feder, und verſuchte die Zuͤge nachzumalen. Es ging ſo ziemlich; nur faßte ſie die Feder falſch; ich wand ſie ihr ein wenig und fuͤhrte ihr die Hand. So, o ſo geht es herrlich! rief ſie, ruͤckte auf dem Stuhle rechts auf die Ecke hinaus, und bat, daß ich mich links neben ſie ſetzen, und ihr die Hand weiter fuͤhren ſolle; ſie blickte waͤhrend des Schreibens einigemal laͤchelnd zu mir heruͤber, und bog ſich mir naͤher; unſere Wangen mußten ſich beruͤh⸗ ren. Mir flogen alle Pulſe, ſie aber meinte,