Waͤre er doch nie wieder gekehrt! Klotilde trug ihren Kummer mit der Ge⸗ duld eines Engels. Nach ihren Anſichten, die ſie ſich ſelbſt nicht einmal deutlich geſtand, war ihre jetzige wahrhaft ſchreckliche Lage nichts als wohlverdiente Strafe ihres Meineides gegen Nicolas. Sie hatte ihm geſchworen, Treue bis zum Tode, und vor Gottes Altare hatte ſie jenen Schwur gebrochen. Sie buͤßte als Maͤrtyrin ihre Schuld, und bat Gott oft im Stillen, daß er bald enden moͤge, denn er hatte ihr mehr aufgelegt, als ſie zu tragen vermochte. Rauhenfeld kam, wie das oft der Fall war, wenn er im entfernten Reviere zu thun hatte, dieſen Mittag nicht zu Hauſe. Auf dem Heim⸗ wege gegen Abend, hoͤrte er von einem Klaf⸗ terſchlaͤger, daß ſchon ſeit zwei Tagen ein frem⸗ der Herr kreuz und quer im Walde herum gehe. Er habe ſich eben wieder oben am Berg⸗ rande des Schreckengrundes ſehen laſſen, ſey vor dem und jenem Baume oft ſtehen geblie⸗ ben, und habe mit dem Kopfe geſchuͤttelt. Rauhenfeld aͤußerte die Vermuthung, daß es vielleicht ein Kaufluſtiger ſey, der ſich zu dem oder jenem Zwecke, beſonders gewachſene Baͤume
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