Der Geheime Rath ſprach jetzt mit freund⸗ licher Theilnahme von Fluͤmers Lage, erzaͤhlte, wie der ſelige Kammerrath immer bedauerte, daß ein ſo tuͤchtiger Pharmaceutiker in dem kleinen Neſte Finſterberge verſauern muͤſſe, ließ geſpraͤch⸗ weiſe und unter dem Siegel der Verſchwiegen⸗ heit fallen, daß in Kurzem die große Salomons⸗ Apotheke am Schloßplatze ſolle verſteigert werden, ſicherte ihm, wenn er Luſt habe, das Ding un⸗ ter der Hand fuͤr ſehr billige Bedingungen zu er⸗ langen, Geld⸗Vorſchüͤſſe und alle moͤgliche Un⸗ terſtuͤzung zu, und malte ihm das kuͤnftige Salomonsleben mit ſolchen bezaubernden Farben, daß Fluͤmer, der in Gedanken ſchon alle Hof⸗ und Leib⸗Aerzte in der Taſche hatte, den erſten Haͤuſern der Stadt die furchtbarſten Rechnungen ſchrieb, Kutſche und Pferde hielt, große Gaſtge⸗ bote gab, und unermeßliche Schaͤtze zuruͤcklegte, vor lauter Entzuͤcken, dem himmliſchen Gehei⸗ men Rathe die Hand kuͤßte und von der Lieb⸗ frauenmilch bis auf den Grund der Seele durch⸗ weicht, erbſengroße Thraͤnen weinte. Die dritte Flaſche kam, allein Fluͤmer bat den uͤbermenſch⸗ lich guͤtigen Wohlthaͤter dringend, ſie nicht zu offnen, denn er fuͤrchtete, daß, traͤnke er noch
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