Teil eines Werkes 
7. Th. (1821)
Entstehung
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163 heiligen Vermaͤchtniſſe ihrer verklaͤrten Schweſter, die ſich und ihr ganzes Lebensgluͤck, ihre Bil⸗ dung und Erziehung, mit dem kindlichſten Ver⸗ trauen, ihr an das Herz legten. Sie ſchloß die verwaiſ'ten Kinder ſchweigend in ihre Arme; die Thraͤnen ſchoßen ihr in die Augen, und mild laͤchelnd beugte ſie ihr Engelskoͤpfchen zu Ga⸗ brielen herab; da ſagte ich mit ſanftem Tone: Leopoldine, Dich bitten Unſchuld und Liebe; verſchließ ihnen nicht Dein Ohr. Bleibe bei uns; ſey dieſen beiden holden Kindern eine liebende Mutter, und mir ſchenke Dein Herz. Leopoldine ſank freudig weinend an mei⸗ ne Btruſt, die Kinder umſchlangen unſere Kniee und der Vater ſegnete den Bund der Tugend

und der Treue.