Teil eines Werkes 
7. Th. (1821)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

24 34

zwei, dreimal dringend bat, ſich doch lieber dem warmen Ofen naͤher zu ſetzen; denn es glatteiſte draußen und war eine ſo ſchneidende Kaͤlte, daß die Generalin beſorgte, die gichtkraͤnkelnde Prä⸗ ſidentin moͤchte an den nicht beſonders verwahr⸗ ten Fenſtern ſich Schaden thun. Doch dieſe hielt die Unruhe warm; ſie ließ die Hofapotheke nicht aus den Augen, und flog mit ihren Blicken Straße auf, Straße ab. Endlich kam Julius.

An ſeinem Arme ein junges Maͤdchen, ma⸗ ger, blaß; ein grilliges Geſicht; das Auge matt; die Lippen bleich; im Gange keine Haltung; der Anzug zwar modiſch, doch fehlte alle Anmuth.

Die Mutter prallte vom Fenſter weg und klagte uͤber Froſt; ſie ſprach verworren und hoͤrte auf der Generalin Rede nicht. Nach kurzem Abſchied warf ſie ſich in ihren Wagen und eilte verſtimmt und mißgelaunt nach Hauſe.

Das alſo war die Hochgeruͤhmte? Sie ſchaͤmte ſich in ihres Sohnes Seele. Blaß,