31 ſein Brod, und kann die Frau ernaͤhren. Laß ſelbſt ihn waͤhlen, zerſtoͤre ja nicht ſeines Hauſes Gluͤck, wie meine Eltern mir das meine rein zerſtoͤrt, da ſie mich in die Arme eines Mannes zwangen, der nur mein Geld, und nie mich ſelbſt geachtet hat.“
Der Praͤſident verlor den Kopf nicht im Geringſten; nach ſeiner innern Anſicht entwuͤr⸗ digte ſich die Frau durch den heftigen Ton, worin ſie mit ihm ſprach: vornehme Leute, meinte er bei ſich ſelbſt, muͤßten ſich nie ihrer Leidenſchaft Preis geben, muͤßten nie die Haltung verlieren, und immer das Herz dem Kopfe unterordnen; widerſprach er, ſo reizte er ihre, ihm ganz neue, nach dreißig langen Jahren wach gewordene, Hef⸗ tigkeit noch mehr; gab er nach, ſo feierte ſie uͤber ihn einen Triumph, der ihm unertraͤglich war. Er ermuͤdete ſie daher durch Deductionen; er trat in dem und jenem, ihren Anſichten vollkommen bei, lobte ihre muͤtterliche Zaͤrtlichkeit und ſagte am Ende laͤchelnd:„Ich ſehe die ganze Liebſchaft


