30 des Mutterkechts begeben; ſie fodere es nun⸗ mehr zuruͤck. Sein kaltes:„das verſtehſt Du nicht,“ verwies ſie ihm mit Feſtigkeit und Stolz. Sie ſetzte ihm recht gruͤndlich aus einander, daß dieſe Aeußerung ſelbſt wider ſeine eigene Ehre ſey; des Praͤſidenten Frau ſey ihrer Stelle nie⸗ mals werth, wenn ſie das nicht verſtehe. Den Julius behandle er gerade wie ein Kind; er ſey ein Mann, der ſeine acht und zwanzig zaͤhle. Wenn Gott des Sohnes Herz noch kindlich rein erhalten, ſo ſey dies währlich ein Wunder; denn er, der Praͤſident, habe es ordentlich darauf an⸗ gelegt, dies edle Herz durch kalte Strenge zu verderben. Der Vater ſollte vom erſten Jahre an des Sohnes Freund ſeyn; er aber ſey dem braven Julius ein Schneemann, ein Geſpenſt, ein Fremder geweſen, dem nie der Sohn ver⸗ traut, den nie der Sohn geliebt. Und dieſe Gaͤngelei jetzt ſey ihr in den Tod zuwider. „Der Julius,“ beſchloß ſie ihre polemiſch derbe Predigt, roth ergluͤhend:„der Julius verdient
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