diesmal nicht zu Hauſe.
Gluͤhende Sehnſucht in der keuſchen Bruſt, empfing die Liebliche, mit ſchmachtendem Ver⸗ langen, den laͤngſt Erwarteten. Das Stuͤbchen war warm und traulich. Der klare Mond ver⸗ ſilberte die friſchgefrornen Eisblumen im Fenſter und beleuchtete das ganze Zimmer ſo hell, daß Pauline bis jetzt ohne Licht geſeſſen. Eben wollte ſie die Wachskerzen am Windoͤfchen an⸗ zuͤnden; aber Julius bat, es nicht zu thun, es ſaͤße ſich im Mondlicht ſo traulich.
Pauline genuͤgte ſeinem Wunſche mit ſtiller Gewaͤhrung; ſah er, meinte ſie, doch dann ihre verweinten Augen nicht: denn ſie hatte, des na⸗ henden Abſchiedtags wegen, vor ſich im Stillen geweint, daß ein Thraͤnchen das andere gejagt.
Reizender hatte Julius Paulinen faſt nie geſehen, als dieſen Abend; ſie war die Liebe, die Hingebung ſelbſt; es waren ja die letzten Stun⸗ den ihres Beiſammenſeyns; warum ſollte ſie
hatte, daß Julius Paulinen nie allein traf, war


