Teil eines Werkes 
7. Th. (1821)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

24 bieſer nicht unwerth ſey, und geſtand mit tiefer Empfindung, daß ihm der Mutter ungewohnte Herzlichkeit unbeſchreiblich wohl thue.

„Ungewohnte Herzlichkeit,“ wiederholte dieſe, von des edlen Sohnes ſtillem Vorwurfe getroffen:„wohl ſollte in unſerem Hauſe man⸗ ches anders ſeyn, es iſt aber vieles in der Welt, was nicht gut iſt und was darum doch nicht geaͤndert werden kann.“

„Doch, doch, meine Mutter,“ entgegnete, ſie verſtehend, Julius ernſt:„koͤnnte vieles an⸗ ders ſeyn; nur muß zwiſchen zwei Menſchen, die ſich lieben ſollen, das Vertrauen nicht fehlen.“

„Die ſich lieben ſollen,“ erwiederte die un⸗ gluͤckliche Mutter, die ihren Gatten nie geliebt hatte, tief verwundet, und wendete ihren Blick vom Sohne, der ihr ehrlich und offen in die Augen ſah, als frage er nach dem verlornen Gute, welches in jedem Hauſe der einzig wahre Schatz iſt.

Die Stunde, wo der Praͤſident von ſeinem

Caf eilte

in