Unteroffizier Wollmar bewogen, Gutlielmo auf eine Viertelſtunde zum alten Mellinger zu laſſen.
Letzterer wußte nicht im Mindeſten, warum er eingezogen war. Das Geruͤcht vom Cou⸗
riermord erfuhr er erſt durch Guilielmo; zu⸗
gleich betheuerte er, daß er weder in verbote⸗ nem Briefwechſel, noch in einem unerlaubten Geſchaͤft geſtanden; er ſey bei der Verhaftung allerdings entſetzt geweſen, allein bloß vor Schreck uͤber das unerwartete Ereigniß; jetzt
ſey er ruhiger, weil er wiſſe, daß er nichts ver⸗
brochen, und weil er beſtimmt hoffe, daß mor⸗ gen beim erſten Verhoͤr ſeine Unſchuld an den Tag kommen und er wieder auf freien Fuß ge⸗ ſetzt werden muͤſſe. Allein Guilielmo traute dem Frieden nicht. Es waͤre, meinte er, nicht der erſte Fall, daß die Franzoſen Menſchen, ſo rein und fleckenlos wie die Sonne, haͤtten hinknien und erſchießen laſſen. Beſſer ſey immer beſſer. Waͤr' er entwiſcht, koͤnnten ſie ihm nicht an das Leben: er ſolle nur in der


