Teil eines Werkes 
2. Th. (1818)
Entstehung
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ſingen gehoͤrt haͤttenDas macht es oft ſo, entgegneten die Geharniſchten, und Heinrich hob die dort an der eiſernen Thuͤre noch liegende Lea in die Hoͤhe.So lange die hier haͤngt, wird es auch nicht anders im alten Schloſſe werden. Die ſeligen Non⸗ nen aus St. Clara ſingen, ſeitdem Mam⸗ ſell Caͤcilchen todt iſt, faſt woͤchentlich ein paar Maal da unten bis zur tiefen Mitter⸗ nacht, ihre frommen Seelenmeſſen. 7

Bei dieſen Worten hielt er das Bild mir naͤher. Ich mußte mich wegwenden; denn es war, als kniee die Kindesmoͤrderin lebendig vor mir. Ich ſchauderte. Ewig lange hatte ſie die heilige Mutter Gottes um Erbarmen angefleht: fuͤr ſie war keine Gnade mehr, weder in dem unermeßlichen Kreiſe der Millionen von Welten, noch in den endloſen Raͤumen der Ewigkeit. Nur die weibliche Bruſt, in der auch einmal Mut⸗ terliebe mit Mutter⸗ Verzweiflung gekaͤmpft hat, konnte dieſen Jammerblick verſtehen;