Der Onkel war ſeit jener Zeit geſtorben, und die Tante lebte von ihrem ſehr anſehn⸗ lichen Vermoͤgen, auf ihrem Gute, in der reizendſten Gegend des innern Gebirges⸗ Im letzten Staͤdtchen, wo ich im Wirths⸗ hauſe mich nach den naͤhern Umſtaͤnden der Familie erkundigte, erfuhr ich zu meiner gro⸗ ßen Betruͤbniß, daß die arme Tante vor ei⸗ nigen Wochen, ihre juͤngſte Tochter, Caͤcilie, durch das Scharlachfieber verloren habe, und von dieſem harten Schlage des Schickſals, ungemein niedergedruͤckt ſey. Man nannte den Schmerz der armen Mutter ſehr gerecht; denn die ſechszehnjaͤhrige Caͤcilie ſei ein ſo kluges und gutes Maͤdchen geweſen, daß ſie von der ganzen umliegenden Gegend geliebt worden ſey. Dieſe Nachricht daͤmpfte in mir die Freude des Wiederſehens nach langen vier⸗
zehn Jahren, um ein Merkliches: auf der
an rade die ungluͤckliche Mutter beſuchen zu koͤn⸗
dern Seite war es mir aber lieb, jetzt ge⸗


