11
vouaͤck. Der naͤchtliche Himmel war dun⸗ kel blutroth von den tauſend Wachtfeuern aus den Doͤrfern, die rings um die geaͤng⸗ ſtete Stadt hoch aufflackerten, und die kal⸗ te Nachtluft erzitterte von dem Jammerge⸗
ſchrei der Ungluͤcklichen, deren Gut und Ha⸗ be, Feind und Freund, Raubgier und Hun⸗ ger, Wuth und Flamme unbarmherzig zer⸗ ſtoͤrten. Wulfeneck lag an meiner Seite. — Wir wußten, daß morgen die Schlacht be⸗ 4 ginnen ſollte; unſere Huſaren durften nicht
abſatteln; ſie waren munter und guter Din⸗ ge, und ſangen das Lied, deſſen Strophen ſich immer endeten:
„ Gott wird durch uns ihn ſchlagen, „Mit Roß und Mann und Wagen.“
Wir beide wollten ſchlafen, aber wir
konnten nicht. Wir richteten uns auf, ruͤck⸗
1 ten dem Wacht⸗Feuer naͤher, und plauder⸗ ten mit einander. Wulfeneck war von dem Muthe unſrer herrlichen Leute begeiſtert.
„Ja“ rief er aus:


