Teil eines Werkes 
1. Th. (1818)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

4

gar nicht, ſondern ſagte ſehr ernſt:Ich mag eigentlich ſolche Herausfoderungen nicht recht leiden. So lange die Welt ſteht, hat man die Moͤglichkeit der Geiſterſichtbarkeit eingeraͤumt, ſo lebhaft ſie auch von andern beſtritten worden iſt.Heute ſetzte er nach einer kleinen Pauſe hinzu,heute wuͤrde ich uͤbrigens am wenigſten den An⸗ fang mit dem Schlafen in der Kirche gemacht haben, lieber Major. Heute den 16. Octo⸗ ber am erſten Schlachttage bei Leipzig, an dem unſer braver Wulfeneck ſiel!

lich auf, und hielt ſich die Hand zuſammen⸗ gekrampft vor die Augen.Mein ehrlicher, mein lieber guter Wulfeneck! Das iſt wahr, daran hab' ich nicht gedacht! Heute Abend ein Jahr, daß er an meiner Seite ſiel! Son⸗ derbar. Eben heute ein Jahr! 3

Der Major war ſehr bewegt. Er ging, die Haͤnde auf den Ruͤcken gelegt, ſtill in ſich gekehrt, im Zimmer auf und ab. Der

9