— 1756—
rathen. Der Erbmarſchall drohte mit Enter⸗ bung. Er hat eine halbe Million im Ver⸗ moͤgen. Lanitz iſt der naͤchſte Erbe.“
„Ich verſtehe, verſtehe.“
„Lanitz lernte Roſalien kennen; er bat um ihre Hand, ſelne Eltern und unſer Vater wil⸗ ligten gern ein. Nach Weihnachten vorigen Jahres reiſ'te man uͤber die Greuze und ließ ſich heimlich trauen. Außer der Familie weiß kein Menſch ein Wort davon. Der Erb⸗ marſchall liegt auf den Tod. Nimmt der liebe Gokt den alten Eigenſinn zu ſich, ſo iſt unſer Geheimniß geloͤſ't. Man wird in der Reſidenz vierzehn Tage lang von der Ge⸗ ſchichte ſprechen, und Lanitz wird, vor dem Geklimper ſeiner halben Million, die haͤmiſche Welt nicht hoͤren. Sehen Sie, mein Freund, das iſt der ganze Roman. Jetzt heißt es unter unſern Domeſtiken, Roſalie iſt mit einer Bekanntinn, vom Balle aus, auf deren Landaut gefahren. In der Reſidenz kann man ſo etwas eher


