Teil eines Werkes 
6. Bdchn (1820)
Entstehung
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Nein er weiß es ja nicht. Er hat es ja nicht wiſſen koͤnnen. Doch jetzt gehoͤren Sie zur Familie. Sie haben Roſalien in der bang⸗ ſten Stunde ihres Lebens gepflegt(ich ward, vor Schaam uͤber mich ſelbſt, blutroth), jetzt muͤſſen Sie es wiſſen; Roſalie iſt, ſeit dem e22ſten December vorigen Jahres, Baroneſſe von Lanitz! ha ha ha ha, das iſt ihm neu! Sehen Sie, unſer eins kann auch ſchweigen! Roſalie? Frau v. Lanitz? Lanitz Gattinn?

Lanitzens Ehefrau vor Gott und uns. Nur nicht vor der Welt: darum, mein neu⸗ gebackner Herr Schwager, reinen Mund! die Sache haͤngt ſo zuſammen. Des Adju⸗ danten Onkel, der alte Erbmarſchall, be⸗ ſtimmte ſeinem Neffen das Fraͤulein Sauroff zur Gattinn. Lanitz liebte das Maͤdchen nicht. Er konnte es nicht lieben,

Ich kenne ja die triefenden Augen, den garſtigen Mund, die kalte ſtolze Seele, die Abyſſiniſche Wuͤſte in ihrem Herzen! Lanitz erklaͤrte, die Sauroff nie zu hei⸗

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