1 blaͤtſchke, ſo nannte ſie das Sopha, was ſie ſich hinter dem Altare aus Huͤtſchen und Bret⸗ tern zuſammen gebaut hatte, und was ſie je⸗ den Morgen, vor Eroͤffnung der Kirche, wieder wegtrug. Dieſe Nacht,— ſie mußte von un⸗ ſerm Hin⸗ und Hergehen, und dem Thuͤr⸗ Auf⸗ und Zumachen, ſo heimlich wir auch darin geweſen waren, doch geſtoͤrt worden ſeyn,— dieſe Nacht war ſie einmal aufgeſtan⸗ den, um nach ihrer Lampe zu ſehen. Sie hatte den Docht gereinigt und ein wenig wie⸗ der aus der Dille hervorgezogen, darum brann⸗ te das Licht heller, als ſie am Altar geweſen war. Die Lampe uͤberhaupt zuͤndete ſie alle Abende an, weil ihr, in der weiten oͤden Kirche, ohne Licht, wie ſie ſich ausdruͤckte, zu graulich war. Den Tritt ihres Fußes hatte ich nicht hoͤren koͤnnen, denn ſie war auf den Struͤmpfen gegangen. Ihren Brod⸗Bettelſack hatte ſie um den Hals geſchlungen, um ſich die Bruſt nicht zu erkälten. Das war die Wulſt der guten ſeligen Grafin Hedwig.
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