Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1819)
Entstehung
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Wir oͤffneten einen nach dem andern. Im fuͤnften fanden wir den Geſuchten! Schreckli⸗ ches Wiederfinden eines alten Univerſitaͤts⸗ Bekannten!

Ich meldete den Seinen im fernen Ba⸗ terlande den traurigen Vorfall; auch dem bra⸗ ven Englaͤnder gab ich Nachricht. Von letz⸗ term erhielt ich keine Antwort. Die erſtern dankten mir herzlich und der Bruder des Ver⸗ ſtorbenen erbot ſich, meine Auslagen, die ich etwa gehabt, zu decken. Sie waren mit den fruͤhern Vorſchuͤſſen nicht unbedeutend. Jahre lang erwartete ich die Erfuͤllung dieſes Ver⸗ ſprechens. Statt der Zahlung erhielt ich den Beſuch eines Advokaten, der mir im Namen des Schuldners eroͤffnete, daß dieſer, wenn nicht ein voͤlliges Falliment bewirkt werden ſolle, akkordiren muͤſſe. Er habe zu mir das Vertrauen, daß ich den andern Glaͤubigern vorangehen, und den Accord von 50 Prozent

zuerſt eingehen werde. Ich unterſchrieb und habe heute noch kein Geld.

Junger Leſer! Dir erzaͤhle ich dieſe praktiſche Lebens⸗Geſchichte. Ziehe dir fol⸗ gende goldene Regeln daraus: