Teil eines Werkes 
78. - 80. Bdchn (1829)
Entstehung
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Molwitz(ass könnte er ihr das letzte Heilmittet nicht erlaſſen, ſehr verklärten Angeſichts, aber ſo, daß ſie dies fröhllhhe Geſicht nicht ſieht, weil ſie den Kopf ver⸗ ſchämt an ſeine Bruſt geſenkt hat, fährt im vorigen Ton der Verzückung fort) und der laͤchelnde Purpurmund druͤckt als Siegel der ſeligen Weihe, den Verlo⸗ bungs⸗Kuß auf meine Lippen!

Fr. v. Lemann(ſteht ſich noch einmal um, um⸗ ſchlingt nach einigem Kampfe verſchämt den Grafen und küßt ihn; dieſer Kuß, während welchem der Graf die Frau von Lemann feſt umſchlungen hält, kann und muß einige Sekunden dauern).

Molwitz(ganz außer ſich vor Entzücken). Iſt es denn wahr Eliſe mein? Darf ich denn meinen Sinnen trauen?

Fr. v. Lemann(ängſtlich ihm die Hand auf die Stirne legend, raſch, komiſch) Gott mein Himmel, es kommt wohl ſchon wieder bei Ihnen?

Molwitz. Nein, Du angebetetes Weſen. Meine Nacht iſt Tag geworden Alle Schleier ſind gefallen die ganze Welt iſt mir ein Roſentem⸗ vel. Ein ſolcher wunderſuͤßer Kuß(der Appe⸗ tit dazu kömmt ihm von Neuem an, er umſchlingt die Ge⸗ liebte mit zärtlichem Ungeſtum).

Zehnter Auftritt.

Mit dem Stichworte Kuß, ſchlagen ſämmtliche Thuüren auf, in der einen Seitenthüre ſteht Fanny, in der Mitteithüre Herr Haas und Madame Kohlow, in der zweiten Mittelthüre Wetter und Jettchen, und in der Seitenthüre, Fanny gegenüber, Baron Hult und Ma⸗ dame Lehmann. Alle geben durch ein freudiges, bei⸗ falliges Ah ihre Theilnahme zu erkennen Dieſes Ah muß ein melodiſcher Laut ſeyn, und daher möalich ſt ſorgfalria eingeubt werden Fr, v Lemann ſchlupft

böchſt uͤberraſcht aus des Grafen Armen.

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