Teil eines Werkes 
78. - 80. Bdchn (1829)
Entstehung
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eicht

zraͤſi⸗ hheit.

Man

nicht

bei ze. ſeyn, eiren! du ja, ernſt)

liebe

lleicht eſt Du

anny? wirk⸗ iſt das in das Hoff⸗ ſeyn;

69 Du warſt immer ſproͤde, fremd gegen ihn, behan⸗

delteſt ihn immer mit ſtarrer Kaͤlte, verſchloßeſt ſei⸗

nen beſcheidenen Wuͤnſchen Dein Ohr mit eiſernen Riegeln, kurz, Du warſt im vollen Umfange des Worts, gegen ihn die Frau von Stahl

Fr. v. Lemann(halb weinerlich). Nu ja (bittend) aber das Mittel!

Fanny. Du haſt mir geſtanden, daß Du ihn liebſt.

Fr. v. Lemann(mädchenhaft). Ja!

Fanny. Du haſt mir bekannt, daß Du an der Reinheit ſeiner Liebe nicht mehr zweifelſt?

Fr. v. Lemann(ſehr weich, dem Weinen nahe). Nein, ich zweifle nicht mehr(dringender bittend) aber das Mittel!

Fanny. Sag' ihm das! Bekenne ihm das ſelbſt.

Fr. v. Lemann(erſchrocken). Werde ich ihn denn ſehen?

Fanny. Vermuthlich bringt ihn der Praͤſi⸗ dent mit.

Fr. v. Lemann. Mit? Heute? jetzt in einer Stunde? Aber(geängſtet) Werde ich denn koͤnnen, was Du verlangſt?

Fanny. So thu' es nicht!

Fr. v. Lemann. Iſt es denn dem weiblichen Stolze der Frauenwuͤrde nicht entgegen?

Fanny. Nun ſo laß ihn fallen. Wen die Liebe aus ihren Armen in den Abgrund des Wahnſinns ſtößt, dem bleibt ein einziger Freund in dieſem grauenvollen Seelendunkel der Tod!